Mit offenen Augen
Am Flussufer dieses Moments
Diese Frage höre ich bei Sesshins und den Praxistagen immer wieder:
Warum sitzen wir mit offenen Augen?
Viele verbinden Meditation mit geschlossenen Augen.
Nach innen schauen.
Gedanken und Gefühle wahrnehmen.
Den Geist sammeln.
Zur Ruhe kommen.
Ja.
Das ist ein Teil unserer Übung.
Aber nur ein Teil.
Wenn der Geist ruhiger geworden ist,
wollen wir die Augen wieder öffnen.
Metaphorisch –
und ganz konkret.
Wir wollen da sein.
Ganz da.
Diesen Moment erleben.
Körper und Geist sind wie Erde und Licht.
Gedanken und Gefühle wie Wolken und Wasser.
Indem wir still sitzen,
können wir
die Erfahrung dieses Augenblicks bezeugen.
So, wie sie gerade ist.
Vielleicht ist das das Radikalste überhaupt:
Sich einfach hinsetzen.
Sich öffnen.
Und nichts hinzufügen.
Mit allem, was da ist.
Ohne Erwartung.
Ohne Vorlieben.
Ohne Bewertung.
Ganz bewusst an der Schwelle Platz nehmen.
Im Dazwischen.
Jenseits von Wollen und Nicht-Wollen.
Deshalb sitzen wir mit offenen Augen.
Wir schauen dem, was in unserem Bewusstsein auftaucht,
ins Gesicht.
Direkt.
Offen.
Freundlich.
Und bleiben.
Als stille Zeugen.
Am Flussufer dieses Moments …
Zwei Einladungen
Wenn dich diese Gedanken zum Sitzen mit offenen Augen ansprechen,
und du das noch genauer erkunden möchtest, dann hätte ich da vielleicht was für dich:
Am 26. Februar 2026, 19.00 Uhr
halte ich einen Vortrag in Bern (Zentrum für Buddhismus):
”Warum ich trotzdem gut drauf bin - Von der Kunst, auch in unsicheren Zeiten Zuversicht und Optimismus zu bewahren”Vom 11.-15. März 2026 halte ich in Puregg das Sesshin
“Wege aus dem Hamsterrad”. Alle Infos dazu findest du hier.
Du bist herzlich willkommen.
Und wenn nicht: auch gut.


